Archiv für die Kategorie ‘Systemvergleich Wirtschaft & Politik’

on the road again…

Dienstag, 01. September 2009 - Barbara Guwak

Katrin und ich sitzen im Zug Richtung Westen. Zu Mittag werden wir schon bei den Wirtschaftsgesprächen in Alpbach sein. Das Abteil ist vollgestopft mit Zeugs, das wir für unseren Workshop brauchen: Bausteine, Playmobil, Schleich-Figuren etc. Die anderen drei Fahrgäste haben uns nur widerwillig reingelassen, alle Register der Unhöflichkeit gezückt, d. h. Taschen nicht vom Sitz genommen, die Beine nur nach Aufforderung vom Sitz gehoben, dass wir ins Abeil können. Saftsäcke!!! Aber so ist das eben, kaum ist man zwei Minuten früher dran als jemand anderer, fühlt man sich schon als ein zu Privilegien berechtigter Leistungsträger.

Baustelle Wirtschaft und Politik

Donnerstag, 27. August 2009 - Matthias Strolz

Nach den Reformgesprächen laufen nun die Vorbereitungen für unseren Arbeitskreis bei den Wirtschaftsgesprächen am 2. September auf Hochtouren. Unser Fokus: “Wirtschaft und Politik – zwei Systemlogiken. Kann das Vertrauen im Unterschied wachsen?” Bundesministerin Heinisch-Hosek und Gemeinderat Christoph Chorherr werden mit Bausteinen, Naturmaterialien und Spielfiguren das System Politik bauen; Gerti Schatzdorfer (Schatzdorfer Gerätebau) und Gustav Dressler (3-Banken-Generali Investment-GmbH) werden das Sytem Wirtschaft bauen. Anschließend gehen wir gemeinsam mit den Arbeitskreis-TeilnehmerInnen in eine Diskussion. Wiederum also ein Experiment. Alpbach mal anders. Die Idee dahinter ist, dass eine andere Darstellungsform auch eine andere Gesprächsform nach sich zieht. Wir hoffen, wir kommen in der Kürze der Zeit in eine tiefgehende Auseinandersetzung. Diese Format-Prototypen, die wir hier im Rahmen der Reform- und Wirtschaftsgespräche präsentieren sind unsere Antworten auf eine Alpbacher Tradition, die uns nicht gefällt: Paneldiskussionen bei denen sich oft etwas lust- und herzlos Statements aneinander reihen, ohne dass die Personen und Positionen miteinander in Verbindung gehen. Mitunter dann noch schlecht moderiert. Zu einem Diskurs mit den Teilnehmern reicht dann oft die Zeit auch nicht mehr. Das zipft so ziemlich. Jeder Referent gibt seinen – in der Regel berechenbaren – “Impuls” ab, spendet noch ein zwei Kommentare und geht dann Schnitzel essen. Etwas Neues kommt so nicht in die Welt. Daher unsere Entschlossenheit, es anders zu machen. Alpbach ist ein großartiger Rahmen für diese Experimente. Oki, soweit von meinem Platz an der Sonne hier in meinem Quartier. Matthias