Archiv für August 2009

Kamingespräch Leitl-Gansterer

Montag, 31. August 2009 - Katrin Uhlik

War leider nicht dabei, aber die Herren sehen zufrieden aus ;-)

Fotos zur Theorie U

Montag, 31. August 2009 - Katrin Uhlik

Baustelle Wirtschaft und Politik

Donnerstag, 27. August 2009 - Matthias Strolz

Nach den Reformgesprächen laufen nun die Vorbereitungen für unseren Arbeitskreis bei den Wirtschaftsgesprächen am 2. September auf Hochtouren. Unser Fokus: “Wirtschaft und Politik – zwei Systemlogiken. Kann das Vertrauen im Unterschied wachsen?” Bundesministerin Heinisch-Hosek und Gemeinderat Christoph Chorherr werden mit Bausteinen, Naturmaterialien und Spielfiguren das System Politik bauen; Gerti Schatzdorfer (Schatzdorfer Gerätebau) und Gustav Dressler (3-Banken-Generali Investment-GmbH) werden das Sytem Wirtschaft bauen. Anschließend gehen wir gemeinsam mit den Arbeitskreis-TeilnehmerInnen in eine Diskussion. Wiederum also ein Experiment. Alpbach mal anders. Die Idee dahinter ist, dass eine andere Darstellungsform auch eine andere Gesprächsform nach sich zieht. Wir hoffen, wir kommen in der Kürze der Zeit in eine tiefgehende Auseinandersetzung. Diese Format-Prototypen, die wir hier im Rahmen der Reform- und Wirtschaftsgespräche präsentieren sind unsere Antworten auf eine Alpbacher Tradition, die uns nicht gefällt: Paneldiskussionen bei denen sich oft etwas lust- und herzlos Statements aneinander reihen, ohne dass die Personen und Positionen miteinander in Verbindung gehen. Mitunter dann noch schlecht moderiert. Zu einem Diskurs mit den Teilnehmern reicht dann oft die Zeit auch nicht mehr. Das zipft so ziemlich. Jeder Referent gibt seinen – in der Regel berechenbaren – “Impuls” ab, spendet noch ein zwei Kommentare und geht dann Schnitzel essen. Etwas Neues kommt so nicht in die Welt. Daher unsere Entschlossenheit, es anders zu machen. Alpbach ist ein großartiger Rahmen für diese Experimente. Oki, soweit von meinem Platz an der Sonne hier in meinem Quartier. Matthias

Nachwirkung

Donnerstag, 27. August 2009 - Barbara Guwak

Gestern Abend in Wien angekommen. Trotz acht Stunden Schlaf bin ich müde. Die Tage in Alpbach waren dicht, soviele Menschen, alle wollen sich vernetzen, in Kontakt kommen; die Arbeit im Workshop wirkt nach, erst jetzt bemerke ich wie schön aber auch wie anstrengend es ist, wirklich in Kontakt zu kommen und gemeinsam einen Weg zu gehen.
Im Nachhinein betrachtet ist es fast unglaublich, wie sehr unterschiedliche Menschen, die sich nicht kennen gemeinsam einen Schritt machen, der sich loslassen nennt.
Und was ich immer wieder unglaublich finde ist, wie sehr Verlangsamung und die Konzentration auf sich selbst einen Prozess verändert. Verändert dahingehend, dass ich wirklich im Prozess bleibe und alle Energie, die ich habe darauf verwende.

Wege aus der Wirtschaftskrise – im U gedacht!

Mittwoch, 26. August 2009 - Katrin Uhlik

Die intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt – der gestrige Arbeitskreis im Rahmen der Alpbach Reformgespräche zum Thema “Wege aus der Wirtschaftskrise – im U gedacht” war ein tolles Erlebnis: Trotz größtmöglicher Wetterkonkurrenz (blauer Himmel und Sonne ohne Ende!) fanden sich rund 30 Menschen im Seminarraum des Gasthof Post ein und wagten bei saunaähnlichen Temparaturen eine theoretische und praktische Reise durch Otto Scharmers U. Es ist erstaunlich, wie die Struktur der Theorie U auch in so einem zeitlich beengten Korsett (wir hatten nur 3 Stunden!) trägt: Die Kleingruppe, in der ich mitging, kam in eine fantastisch konstruktive Stimmung – wie schön, wäre Alltag, wenn das immer so funktionierte :-)

Die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen und BegleiterInnen waren ausschließlich positiv und bisher fiel uns nix auf, was schief gegangen wäre – irgendwie unheimlich! Mal sehen, wie sich das in ein paar Tagen anfühlt.

[Grmpf ... wollte unsere Fotos hochladen, aber irgendwas will da nicht ... muss mich erst schlau machen ...]

neue Formate braucht die Welt

Mittwoch, 26. August 2009 - Barbara Guwak

Sitze in der politischen Abschluss-Diskussion zu den Reformgesprächen, wohin ich schaue Laptops mit geöffnetem Outlook. Neidvoll bemerke ich, dass der Mann vor mir Emails versendet, mein Modem hält nicht lang genug die Verbindung, um ein Email raus zu bekommen. Aber immerhin SMS funktioniert und wird reichlich genutzt, nicht nur von mir. Die moderne Form von Zettelchen zustecken und eine effektive Methode manch langatmige Diskussion unbemerkt aufzupeppen: bissige Kommentare über das Geschehen vorne, an im Raum verteilte andere Bissige versenden und empfangen. Im Moment ist das aber nicht notwendig, denn die Diskussion ist durchaus launig und inhaltlich nicht schmerzend flach. Trotzdem – so wie Diskussionen hier überwiegend geführt werden, der ritualisierte Austausch von bekannten Positionen, der übliche Schlagabtausch und dann ab zum Buffet, so werden wir wohl nie auf einen grünen Zweig kommen. Mit diesen Formaten reproduzieren wir immer wieder das Gleiche. Wie recht hat Otto Scharmer, dass wir aus dieser Form miteinander Veränderung zu diskutieren, raus müssen. Das ist lähmend und frustrierend.
Als den größten Erfolg unseres Arbeitskreises betrachte ich, dass so gut wie alle TeilnehmerInnen sagten, dass sie mit mehr Energie hinausgegangen sind als sie gekommen sind. Und das, obwohl wir fast drei Stunden in einem heißen Raum miteinander gearbeitet haben, versucht haben Wege aus der aktuellen Vertrauenskrise zu entwickeln – und zwar alle aktiv und nicht beplätschert. Das ist wichtig, wenn uns die Planung und Ideenfindung für das was wir tun wollen, alle Energie raubt, dann bleibt nicht viel über für das Tun. Und so ist es zurzeit. Viel heiße Luft und wenig Taten. Trennen wir uns doch von den Formaten alter, eitler Männer und lassen bei Begegnungen endlich Begegnung zu.

Achtung Generalprobe

Mittwoch, 26. August 2009 - Barbara Guwak

Wie heißt es: alles was bei der Generalprobe passiert, passiert dann bei der Aufführung nicht mehr. Wir haben uns wirklich bemüht bei der Generalprobe alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Entsprechend entnervt habe ich den Ort des Geschehens um 22:30 verlassen.

und gestern ist dann alles gut gegangen…

Generalprobe Alpbach-Arbeitskreis zur Theorie U

Dienstag, 25. August 2009 - Katrin Uhlik

Am Abend eines langen, intensiven Tages trafen wir uns gestern noch einmal alle für einen letzten Durchlauf des heutigen Arbeitskreises zur Theorie U – am Ende ließ sich eine gewisse Erschöpfung nicht mehr verbergen ;-)

Und um Energien für heute Nachmittag zu sparen, anstelle eines Berichts von gestern, eine lebendige Text-Doku unserer Stimmung bei der ersten Probe Mitte Juli in Wien von Markus Starecek:

Wenn eine handvoll heller Köpfe zusammenkommt, um gemeinsam einen Arbeitskreis „der anderen Art“ vorzubereiten, dann hat das schon was. „Der anderen Art“? Kann man wohl sagen, denn ein Workshop entlang des Us ist eine Einladung, ein Experiment, ein Sich-Einlassen auf das, was passiert. Und vieles davon, was passiert, ist gar nicht vorhersagbar. Also lassen wir uns auch darauf ein, zuerst mal aufeinander: Barbara Guwak eröffnet die Runde. Wir das sind: Christian, Markus, nochmal Barbara, Matthias, nochmal Markus, Ulrich und Katrin. Wir folgen dem Grundsatz, dass nichts so lehrreich ist, wie das Selbsterlebte und folgen Barbaras beeindruckendem Fallbeispiel eines renommierten Autokonzerns, der die Reise durch das U gegangen ist. Co-sensing – auf die Situation schauen, den Schmerz bewusst wahrnehmen, Letting Go – sich verabschieden, akzeptieren, dass etwas nicht mehr so ist wie zuvor, Presencing – sich die Frage stellen, wer man in der Essenz ist, Letting Come – die Ideen kommen lassen und schnell „beschließen“ und schließlich Creation – umsetzen. Das Konzept ist uns allen schlüssig – jetzt gilt es den Ablauf für Alpbach abzustimmen, wir schärfen die Fragestellungen an die Teilnehmer, wir spüren die Energie, die entsteht in der Auseinandersetzung mit den spannenden Facetten der Methode. Es wird ein Arbeitskreis „der anderen Art“ – und da dabei zu sein inspiriert uns alle schon heute.

ein alpbach-tag in bildern

Dienstag, 25. August 2009 - Katrin Uhlik

Christian RoisAlpbach – Dorf der Denker. Trotz allem Tourismus ist es trotzdem ein wunderschöner Fleck Natur geblieben. Ein Alpental in dem die Lichtverschmutzung in der Nacht noch so gering ist, dass man in seltener Klarheit einen schönen Sternenhimmel zu sehen bekommt. Am Tag sucht man in Workshops und Arbeitskreisen andere Leitsterne denen man “vertrauen” kann. Bei dieser Suche ist an vielen Orten auch promitto beteiligt. Wir sind heute ausgeschwärmt in Workshops, in Veranstaltungen und zu den vielen, vielen Begegnungsmöglichkeiten außerhalb des regulären Programmes.

Hier die Zusammenfassung in Bildern:

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Alpbach hat sich prächtig herausgeputzt für die Reformgespräche.

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Ein freies Zimmer zu bekommen ist in diesen Tagen in Alpbach so gut wie unmöglich.

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Das promitto-Team diskutiert intensiv für den morgigen Workshop zur Theorie U.

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Währenddessen leitet Uli Höller das Jahrestreffen des Wirtschaftsbund-Mentoringprogrammes und hat die Ehre WK-Präsident Christoph Leitl zu moderieren.

kamingespräch ohne kamin

Montag, 24. August 2009 - Matthias Strolz

Schon das vierte Mal moderiere ich heuer – morgen am 25.08. um 18.00 Uhr in Alphof – ein Kamingespräch mit Präs. Leitl. Legendär war vor zwei – oder waren es drei? – Jahren das Gespräch mit (damals) ÖGB-Präs. Hundstorfer – der war gerade inmitten der BAWAG-Krise; aber irgendwie war und ist er „ein cooler Sockn“. Ich mag es, wie er Politik macht. Morgen diskutiert Präs. Leitl mit Helmut Gansterer. Ein Schriftsteller und Kolumnist. Ich mag seine Kanten und seinen Schmäh. Wird sicherlich eine spannende Partie. Wir widmen uns dem Thema “Soziale Marktwirtschaft reloaded!? Wirtschaft – Werte – Wohlbefinden”. Im Fokus stehen Fragen wie: Wo stehen wir und was ist das, worin wir uns befinden? Ich möchte von den zwei die Einschätzung haben: Ist es eine “reguläre” Krise, eine Systemkrise, Normalität der Marktwirtschaft (einmal geht es rauf und dann auch mal runter) …? Was wird nach dieser “Krise” anders sein? Wie steht es um die Soziale Marktwirtschaft? Woher kommt dieser Überdruss am Kapitalismus und gleichzeitig diese Ausweglosigkeit? Was ist zum Verhältnis Markt – Staat, Wirtschaft – Politik zu sagen? Zwei Systemlogiken – wie gehören die zusammen? Freu mich schon drauf!